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Interview mit Henning Mallok: Berufsalltag in Coronazeiten

Die Corona-Krise macht der Wirtschaft hierzulande und weltweit zu schaffen. Nachhaltige Maßnahmen sind gefragt, viele Unternehmen müssen umdisponieren. Henning Mallok, Vertriebsleiter bei gds und Geschäftsführer der gds Sprachenwelt, erklärt uns, wie der Fullservice- Anbieter seinen Arbeitsalltag angepasst hat.

 

Henning Mallok, Vertriebsleiter bei gds und Geschäftsführer der gds Sprachenwelt GmbH

1. Herr Mallok, wie würden Sie die aktuelle Lage im Unternehmen beschreiben? Können Sie schon Veränderungen durch die Corona-Krise feststellen?

Die Lage ist besser als anfangs gedacht. Aber natürlich spüren auch wir Veränderungen im Kontakt mit Kunden und Kollegen, da einige Dinge auf der Präsenzebene nicht mehr stattfinden können. Allerdings tritt so langsam eine gewisse Gewohnheit ein, sodass die Maßnahmen von Regierung und Konzernspitze zur Normalität werden. Wirtschaftlich gesehen wird es sicher kein normales Jahr, da müssen wir unsere Ziele sicherlich etwas niedriger ansetzen.

  1. Wie sieht Ihr Büroalltag derzeit aus? Arbeiten Sie aus dem Homeoffice oder weiterhin in der Zentrale vor Ort?

Viele Mitarbeiter arbeiten im Homeoffice, das funktioniert auch sehr gut. Führungskräfte sind aber meist in der Zentrale vor Ort. Da wir vor der Krise schon mehrere Homeoffice-Plätze eingerichtet hatten, war die Umstellung nicht so gravierend, wir mussten nur etwas hinsichtlich der IT-Performance nachregeln.

  1. Wie treten Sie mit Kunden in Kontakt? Welche speziellen Maßnahmen haben Sie ergriffen?

Im Grunde genommen läuft vieles, wie schon häufig vor der Pandemie: via Internet, Telefon, Presse etc. Was sich geändert hat, sind die Präsenztermine im Außendienst und auf Veranstaltungen, wie Messen, Tagungen und Konferenzen. Hier greifen wir zu digitalen Hilfsmitteln. Unter Einhaltung aller Regeln und Maßnahmen besuchen wir auch seit ein paar Wochen wieder Interessenten und Kunden. Natürlich nur, wenn diese das möchten.

  1. Apropos Besuche: Ein Kollege von Ihnen war vor kurzem bei einem Kunden in einem Risikogebiet und ging anschließend in freiwillige Quarantäne. Ist das ein "Opfer", dass Sie gerne bereit sind, zu geben?

Ich sehe es nicht als "Opfer", sondern als Möglichkeit, einen Kunden zu bedienen. Die Maßnahme ist vernünftig, um eine Ausbereitung des Virus zu minimieren. Wenn ein Kollege das Risiko auf sich nimmt, ist das sehr lobenswert. Nach der Rückkehr sind dann zwei Wochen Homeoffice oder ein aktueller Corona-Test Pflichtprogramm. Das ist richtig und für uns selbstverständlich. 

  1. Was verlangen bzw. benötigen gds Kunden derzeit?

Eigentlich ist weiterhin alles Querbeet gefragt: Redaktionelle Dienstleistung, sowie CE-Support und Übersetzungen liegen teilweise sogar über dem Vorjahresniveau. Der Softwarelizenzverkauf zieht ebenfalls wieder an.

  1. Eine positive Nachricht! Ihre Branche lebt jedoch auch von Messeauftritten und anderweitigen Veranstaltungen. Wie gehen Sie mit der Problematik in diesen Zeiten um?

Präsenzveranstaltungen werden teilweise vom Veranstalter abgesagt oder ins kommende Jahr verschoben. Wir haben Veranstaltungen in dieser Form für 2020 ebenfalls abgesagt oder gar nicht erst gebucht. Wenn es digitale Alternativen gibt, prüfen wir den Aufwand, die Machbarkeit und wirtschaftlichen Prognosen ganz genau und entscheiden dann über eine Teilnahme. Jedoch bieten wir als gds unseren Kunden davon abgesehen verschiedensten Plattformen und Alternativen via Internet an. So erhöhen wir beispielsweise die Auflage unserer gds-Webinarreihe. Diese werden ab sofort wöchentlich angeboten und erstrecken sich thematisch über sämtliche Bereiche unseres Fullservice von Redaktionssystemen über den CE-Support bis hin zur Fachübersetzung.

  1. Viele Unternehmen arbeiten noch immer vollständig aus dem Homeoffice. Die Webinare sind dabei sicher schon einmal ein hilfreicher Aspekt. Bieten Sie weitere Lösungen an, um ihre Kunden im Homeoffice zu unterstützen?

Speziell für Kunden und Interessenten, die weiter verstärkt auf das Homeoffice setzen, bieten wir eine docuglobe-HOMEOFFICE-Variante an. Es ist eine Vollversion, die komplett auf Cloud-Technologie setzt, sodass eine enorme Performancesteigerung geboten wird. Für alle leidgeplagten Kunden im Homeoffice ist es eine super Alternative. Neukunden bekommen docuglobe-HOMEOFFICE zunächst bis Ende Oktober kostenlos zur Verfügung gestellt.

  1. Wie unterstützen die Redaktionslösungen docuglobe complete und XR/engineering complete?

Die beiden complete-Lösungen sind preisoptimierte Lösungspakete für den Einstieg in die Welt der Redaktionssysteme. Hier werden Lizenz-, Wartungs-, Schulungspreise und ein Teil des Systemaufbaus zu einem Paketpreis angeboten. Anders bei docuglobe-HOMEOFFICE – hier geht es eher um eine performante Lösung speziell für die Homeoffice-Situation. Cloudbasiert können wir aber prinzipiell jede gds-Lösung anbieten.

  1. Sprechen wir über die Zukunft. Welche künftigen Projekte stehen an?

XR ist momentan im Aviation-Bereich sehr stark aufgestellt, da laufen einige Großprojekte. Hinzu kommen große Migrationsprojekte im Bestands- und Neukundenbereich. XR/engineering profitiert außerdem stark von der Weiterentwicklung von XR/aviation, sodass wir weiterhin Kunden aus dem Maschinen- und Anlagenbau mit der modernsten XML-Lösung bedienen können.

Im Bereich docuglobe gibt es ebenfalls große Bestandskundenprojekte. Ansonsten kommt uns hier verstärkt die rasante Digitalisierung des Markts entgegen – wir haben ja schon über docuglobe-HOMEOFFICE gesprochen. Gemeint ist, dass Unternehmen in der Corona-Krise Digitalisierungs- und ganz allgemein IT-Projekte schneller vorantreiben, sodass eine Unterstützung seitens gds schneller in Anspruch genommen wird. Ein großer Vorteil von docuglobe ist hier die kurze Anlaufphase, weswegen eine Entscheidung schnell mal für unsere Produkte ausfällt.      

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