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Digital Product Compliance Concept

Der strukturierte Weg zum Digitalen Produktpass

Das Digital Product Compliance Concept

Der Digitale Produktpass wirft in vielen Unternehmen Fragen auf. Müssen wir überhaupt aktiv werden? Wann ist der richtige Zeitpunkt? Wo beginnen wir? Welche Informationen werden benötigt? Und wie lässt sich der Digitale Produktpass wirtschaftlich und ohne unnötigen Aufwand umsetzen? 

Frühzeitig aktiv zu werden bedeutet nicht, sofort alles umzusetzen. Es schafft die Möglichkeit, die eigene Ausgangslage zu prüfen und einen passenden Einstieg vorzubereiten. 

Das Digital Product Compliance Concept gibt Orientierung und unterstützt Sie dabei, den passenden Weg zum Digitalen Produktpass zu entwickeln – abgestimmt auf die Ausgangssituation Ihres Unternehmens. 

Ihre Vorteile

  • Klarheit statt Unsicherheit
  • Vorhandene Investitionen schützen
  • Den Digitalen Produktpass sicher umsetzen

Der richtige Zeitpunkt

Früh beginnen. Mit Überblick statt Aktionismus.

„Bis zur Einführung des Digitalen Produktpasses ist doch noch Zeit.“ Diesen Satz hören unsere Experten häufig. Und tatsächlich müssen viele Unternehmen heute noch nicht alle Anforderungen vollständig erfüllen.

Dennoch lohnt es sich, frühzeitig aktiv zu werden. Denn der Digitale Produktpass entsteht nicht erst kurz vor einer gesetzlichen Frist. Er baut auf Produktinformationen, Produktdaten, Prozessen und Verantwortlichkeiten auf, die in vielen Unternehmen erst geschaffen oder weiterentwickelt werden müssen.

Wer frühzeitig Orientierung gewinnt, verschafft sich den nötigen Handlungsspielraum. So lassen sich Anforderungen einordnen, Prioritäten setzen und notwendige Maßnahmen schrittweise planen – statt später unter Zeitdruck reagieren zu müssen.

Typische Herausforderungen

Frühzeitig Orientierung zu gewinnen, bedeutet vor allem, die richtigen Fragen zu stellen. Denn der Digitale Produktpass betrifft weit mehr als die spätere Bereitstellung von Produktinformationen.

Betroffenheit einschätzen

Nicht jedes Unternehmen ist in gleichem Umfang betroffen. Welche Anforderungen gelten, hängt unter anderem von Produkten, Märkten und regulatorischen Vorgaben ab.

Anforderungen richtig bewerten

Der Digitale Produktpass entwickelt sich kontinuierlich weiter. Deshalb ist es wichtig, aktuelle Anforderungen richtig einzuordnen und ihre Auswirkungen auf das eigene Unternehmen zu verstehen.

Prioritäten festlegen

Nicht alle Themen sind gleich dringlich. Entscheidend ist, Maßnahmen sinnvoll zu priorisieren und Ressourcen gezielt einzusetzen.

Zusammenhänge erkennen

Der Digitale Produktpass betrifft nicht nur die Bereitstellung eines einzelnen Dokuments. Er verbindet Produktinformationen, Prozesse, Systeme und Verantwortlichkeiten.

Mehr als ein Produktpass

Der Digitale Produktpass macht sichtbar, was im Unternehmen bereits vorhanden sein muss.

Viele Unternehmen verbinden den Digitalen Produktpass zunächst mit der Bereitstellung digitaler Produktinformationen. Tatsächlich setzt er jedoch eine verlässliche Grundlage aus strukturierten Produktinformationen, Product Compliance, Technischer Dokumentation, Lieferantendaten sowie klar definierten Prozessen und Verantwortlichkeiten voraus. Deshalb ist er keine Aufgabe einer einzelnen Abteilung, sondern erfordert das abgestimmte Zusammenspiel aller beteiligten Bereiche. Auf dieser Grundlage können Produktinformationen weit über den Digitalen Produktpass hinaus als strategischer Unternehmenswert genutzt werden. 

Genau hier setzt das Digital Product Compliance Concept an. Es verbindet diese Bausteine zu einem durchgängigen Konzept und schafft die Grundlage für den Digitalen Produktpass. 

Deshalb beginnt der Weg zum Digitalen Produktpass lange bevor der erste Digitale Produktpass erstellt wird.

Der Digitale Produktpass ist nur der sichtbare Teil eines deutlich größeren Ganzen.

Der Digitale Produktpass ist nur der sichtbare Teil eines deutlich größeren Ganzen. 

Darunter liegen strukturierte Produktinformationen, Product Compliance, Technische Dokumentation, Review- und Freigabeprozesse sowie deren digitale Bereitstellung. 

Die für den Digitalen Produktpass relevanten Informationen entstehen in der Regel nicht in einem zentralen System, sondern verteilen sich über zahlreiche Quellsysteme entlang des gesamten Produktlebenszyklus. Eine wesentliche Rolle spielen dabei Engineering- und Entwicklungssysteme wie PLM, PDM, CAD oder Requirements-Management. Sie liefern unter anderem Informationen zur Produktstruktur und Engineering-BOM, zu eingesetzten Materialien, Stoffen und Gewichten sowie zu Annahmen hinsichtlich Lebensdauer, Modularität und Reparierbarkeit. 

Ergänzt werden diese Daten durch ERP-Systeme. Hier liegen insbesondere Informationen zum Einkauf, zu Lieferanten und zur Lieferkette sowie zur Herkunft von Produkten und Materialien vor. Hinzu kommen Materialdeklarationen, Angaben zu Recyclinganteilen und CO₂-Vordaten sowie Zertifikate und Konformitätserklärungen von Zulieferern. Weiterhin liefern sie beispielsweise Serien- und Chargendaten, Informationen zu Produktionsstandort und Produktionsdatum sowie zum jeweiligen Prüfstatus. Auch instanzbezogene Merkmale und Daten für ein digitales Typenschild können hier ihren Ursprung haben. Systeme zur Verwaltung von ESG- und Nachhaltigkeitsinformationen ergänzen diese Datenbasis um Angaben zum Product Carbon Footprint, zu weiteren Umweltwirkungen sowie um die zugrunde liegenden Nachweis- und Berechnungslogiken. 

Eine weitere wichtige Informationsquelle bilden schließlich Systeme zur Erstellung und Verwaltung von Technischer Dokumentation, Ersatzteil- und Serviceinformationen. Sie enthalten unter anderem Betriebs- und Wartungsanleitungen, Sicherheitshinweise, Informationen zur Reparatur und Demontage sowie Angaben zu Ersatzteilen und zum weiteren Produktlebenszyklus. 

Die zentrale Herausforderung liegt damit meist nicht darin, dass die benötigten Daten grundsätzlich fehlen. Vielmehr sind sie über unterschiedliche Systeme, Verantwortungsbereiche und Datenformate verteilt. Entscheidend ist daher, diese Informationen konsistent zusammenzuführen, eindeutig zu strukturieren und ihre Qualität über Systemgrenzen hinweg sicherzustellen. 

»Den Digitalen Produktpass können plötzlich viele. Entscheidend sind die Produktinformationen dahinter.«

Ludger Bruns | Leiter Service Consulting CMSE® – Certified Machinery Safety Expert, Certified PCO
Ludger Bruns | Leiter Service Consulting CMSE® – Certified Machinery Safety Expert, Certified PCO

Wo stehen Sie heute?

Jedes Unternehmen startet mit anderen Voraussetzungen. Deshalb gibt es keinen einheitlichen Weg zum Digitalen Produktpass.

Es gibt Unternehmen, die gerade erst beginnen. Andere haben bereits wichtige Grundlagen geschaffen. Die meisten liegen irgendwo dazwischen. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wie weit ihre Vorarbeiten fortgeschritten sind und welche Ressourcen ihnen aktuell zur Verfügung stehen.

Entscheidend ist nicht, wo Sie heute stehen. Entscheidend ist, den passenden nächsten Schritt zu kennen.

Typische Ausgangssituationen

„Wir beobachten die Entwicklung erst einmal.“
Nicht jedes Unternehmen muss sofort Maßnahmen umsetzen. Frühzeitige Orientierung schafft jedoch den nötigen Handlungsspielraum für fundierte Entscheidungen.
„Uns fehlen Zeit und Ressourcen.“
Der Weg zum Digitalen Produktpass muss nicht auf einmal erfolgen. Wichtig ist, Prioritäten zu setzen und schrittweise vorzugehen.
„Wir wissen nicht, wo wir anfangen sollen.“
Eine realistische Einschätzung der eigenen Ausgangssituation hilft dabei, den passenden Einstieg zu finden.
„Unsere Informationen sind vorhanden – aber überall verteilt.“
In vielen Unternehmen liegen die benötigten Informationen bereits vor. Die Herausforderung besteht darin, sie aus unterschiedlichen Systemen, Dokumenten und Abteilungen zusammenzuführen und sinnvoll miteinander zu verbinden.
„Wir haben bereits wichtige Grundlagen geschaffen.“
Vorhandene Produktinformationen, Prozesse und Systeme bilden häufig eine wertvolle Basis, auf der sich aufbauen lässt.
Sie erkennen Ihr Unternehmen wieder? Gemeinsam analysieren wir Ihre Ausgangssituation und entwickeln die nächsten sinnvollen Schritte.

Das Digital Product Compliance Concept

Aus vielen Einzelthemen wird ein abgestimmtes Vorgehen.

Das Digital Product Compliance Concept macht aus den erforderlichen Bausteinen einen belastbaren Umsetzungsrahmen. Es zeigt, welche fachlichen und organisatorischen Abhängigkeiten bestehen und in welcher Reihenfolge sie für Ihr Unternehmen bearbeitet werden sollten.

Für die organisatorische Verankerung brauchen alle beteiligten Bereiche ein gemeinsames Verständnis, klar zugeordnete Verantwortlichkeiten und verlässliche Formen der Zusammenarbeit.

Aus der Bestandsaufnahme entsteht ein individueller Fahrplan, in dem Beratung, Dienstleistungen und Softwarelösungen bedarfsgerecht ineinandergreifen. Ziel ist eine wirtschaftliche und nachhaltige Umsetzung des Digitalen Produktpasses.

Je nach Ausgangssituation kommen unterschiedliche Leistungen und Lösungen zum Einsatz.

Nicht jedes Unternehmen benötigt alle Bausteine. Entscheidend ist, die passende Kombination für die jeweilige Ausgangssituation zu finden.
Genau daraus entsteht ein Vorgehen, das wirtschaftlich umsetzbar ist und mit den Anforderungen Ihres Unternehmens wächst.

Der passende Einstieg

Starten Sie dort, wo es für Ihr Unternehmen sinnvoll ist.

Gemeinsam analysieren wir Ihre Ausgangssituation und entwickeln daraus ein Vorgehen, das zu Ihrem Unternehmen passt. So schaffen wir Klarheit darüber, welche Maßnahmen sinnvoll sind, welche Voraussetzungen bereits vorhanden sind und welche nächsten Schritte sich daraus ergeben.

Standort bestimmen

Gemeinsam schaffen wir Transparenz über Ihre Ausgangssituation und den aktuellen Reifegrad.

Handlungsbedarf erkennen

Wir identifizieren die Themen, die für Ihr Unternehmen jetzt relevant sind.

Prioritäten festlegen

Nicht alles muss gleichzeitig umgesetzt werden. Gemeinsam definieren wir die nächsten sinnvollen Schritte.

Schrittweise umsetzen

Sie beginnen dort, wo der größte Handlungsbedarf besteht. Weitere Themen und Bausteine werden gezielt ergänzt – im Tempo Ihres Unternehmens.

Sicher zum Digitalen Produktpass (DPP)

Mit dem Digitalen Produktpass entstehen neue Anforderungen an Produktinformationen, Product Compliance und deren digitale Bereitstellung. Für viele Produkte wird er künftig zur Voraussetzung für den europäischen Markt und gleichzeitig Ausgangspunkt weiterer digitaler Informationsangebote.

Unternehmen, die ihre Produktinformationen frühzeitig strukturiert aufstellen, schaffen mehr als die Voraussetzungen für den Digitalen Produktpass. Sie machen Produktinformationen zu einem strategischen Unternehmenswert, der regulatorische Anforderungen erfüllt, digitale Informationsangebote ermöglicht und langfristige Wettbewerbsvorteile schafft.

FAQ

  • Ist mein Unternehmen vom Digitalen Produktpass betroffen?
    In Zukunft mit Sicherheit. Viele Anforderungen werden schrittweise eingeführt. Eine frühzeitige Einordnung hilft dabei, den tatsächlichen Handlungsbedarf zu erkennen und die nächsten Schritte sinnvoll zu planen. Grundsätzlich gelten 3 Szenarien: 1. Ihr Produkt wird DPP‑pflichtig, 2. Ihr Produkt ist nicht direkt DPP-pflichtig, enthält aber DPP‑pflichtige Kompon
  • Wann sollten wir mit dem Digitalen Produktpass beginnen?
    Nicht erst kurz vor einer gesetzlichen Frist. Unternehmen, die sich frühzeitig orientieren, gewinnen Handlungsspielraum, können vorhandene Strukturen gezielt weiterentwickeln und notwendige Maßnahmen wirtschaftlich planen.
  • Müssen wir sofort ein neues System einführen?
    Nein. Häufig sind wichtige Informationen, Prozesse und Systeme bereits vorhanden. Entscheidend ist, die bestehende Ausgangssituation zu bewerten und gezielt weiterzuentwickeln. Welche Lösungen tatsächlich erforderlich sind, hängt von Ihrem Unternehmen und Ihren Zielen ab.
  • Können wir auch mit einzelnen Themen beginnen?
    Ja. Das Digital Product Compliance Concept ist modular aufgebaut. Sie können genau dort starten, wo aktuell der größte Handlungsbedarf besteht, und weitere Bausteine Schritt für Schritt ergänzen.
  • Welche Rolle spielen Product Compliance und Technische Dokumentation?
    Beide Bereiche bilden wesentliche Voraussetzungen für den Digitalen Produktpass. Nur wenn Produktinformationen vollständig, aktuell und regulatorisch belastbar sind, können sie langfristig digital bereitgestellt und für den Digitalen Produktpass genutzt werden.
  • Wer ist im Unternehmen für den Digitalen Produktpass verantwortlich?
    Der Digitale Produktpass lässt sich in der Regel nicht von einer einzelnen Abteilung umsetzen. Product Compliance, Technische Dokumentation, Entwicklung, Produktmanagement, Einkauf, IT und weitere Bereiche tragen gemeinsam Informationen und Prozesse bei. Entscheidend sind klare Verantwortlichkeiten, ein gemeinsames Verständnis für den Digitalen Produktpass und eine enge Zusammenarbeit über Abteilungsgrenzen hinweg.

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